Leben | Das war's dann wohl ...

Dienstag, 31. Dezember 2013


Petrus hat heute noch einmal alles gegeben und Sonnenschein satt für den letzten Tag des Jahres 2013 spendiert. Sehr löblich ;-)

Ich bin dann auch gleich mal mit der Kamera losgestiefelt, um noch ein paar letzte Bilder zu schießen, ABER - überall ist noch Weihnachten und davon hatten wir in den letzten Wochen glaube ich genug hier ... ;-)

Also werde ich euch einfach noch ein paar Bilder der vergangenen Monate zeigen.
Monate, in denen ihr mich begleitet habt. Lieben Dank dafür!

Via Facebook

Ach, wisst ihr was? Ich erzähle euch jetzt einfach mal, was mir gerade heute durch den Kopf geht. Der letzte Tag des Jahres ist doch ein ganz guter Zeitpunkt dafür, oder?

Ich bin war bin ein Workaholic. Wenn ich an etwas Freude habe und es gern tue, dann mache ich es mit mindestens 150 Prozent. Daran hat sich noch immer nicht viel geändert. Über viele Jahre habe ich meinem Körper alles, wirklich alles, abverlangt. Ich habe immer nur aus dem Vollen geschöpft, nie innegehalten und mich schon gar nicht erkenntlich gezeigt für diesen Raubbau.
Es ist ja auch immer gutgegangen. Kleinere und auch etwas größere Verwarnungen habe ich zur Kenntnis, aber nicht als Verwarnung genommen.
Es kam, wie es kommen musste. Schlaf war für mich ein Luxus, den ich nicht mehr bekam. Zwei, höchstens drei Stunden pro Nacht. Über viele, viele Monate. Jahre. Dauerstrom, den ich nicht mehr abschalten konnte. Keine Zeit mehr für andere Dinge als die Arbeit. Und immer noch keine Erkenntnis, kein Innehalten. 
Letztes Jahr im Herbst hat mein Körper sich dann endlich geholt, was er so lange entbehren musste: Alles.
Ich war so erschöpft und ausgebrannt, dass nichts mehr funktionierte. Denn das war es, was ich viele Jahre getan habe: funktioniert.
Nichts war zuviel, keine konnte die Dinge so gut erledigen, wie ich es tat und Stillstand war ein Unding. 
Ein ganzes Jahr lang habe ich nicht in meinem Job gearbeitet, habe mich vermeintlich erholt. 
Aber wenn ich ehrlich bin, dann muss ich zugeben, dass ich mir etwas anderes gesucht habe, bei dem ich mich verausgaben konnte. Wieder 150 Prozent. Und wieder auf Kosten meines Körpers.
Aber der lässt sich das nicht mehr gefallen und lässt mich einfach im Stich, wenn ich ihm nicht guttue. Bereitet mir Schmerzen. Damit ich endlich merke, dass ich auf mich Acht geben muss.

Mein ganzes bisheriges Leben lang habe ich auf der Sonnenseite gestanden, immer Glück gehabt. Immer war da eine Hand, die mir aufgeholfen hat. Ein Licht am Ende des Tunnels. Menschen, die an mich geglaubt haben. 
Aber die Kraft, mich und meinen Körper wertzuschätzen, die kann mir keiner geben. 
Die muss ich ganz allein aufbringen und gut auf sie achten.

Ich war einer dieser Menschen, die einen Raum einnehmen konnten, indem sie ihn einfach nur betraten. Ich konnte strahlen wie eine 1000-Watt-Birne. Diese Fähigkeit ist mir abhanden gekommen und das macht mich sehr, sehr traurig.
Den Menschen, den ich jetzt im Spiegel sehe, den mag ich nicht. Mag ich ganz und gar nicht.
Ich habe mich irgendwo auf dem Weg verloren und mein innigster Wunsch für das neue Jahr ist, mich wiederzufinden. Jetzt krabbeln gerade Tränen meine Kehle hoch, wofür ich dankbar bin. Denn weinen habe ich auch verlernt - der Anfang scheint also gemacht ...

Im neuen Jahr möchte ich mehr auf mich achtgeben,
auf meinen Körper hören, wenn er mich ermahnt,
meinen Freunden und meiner Familie die Sorge um mich nehmen
und wieder aus vollem Herzen lachen können.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mich dabei begleitet.
Ganz bestimmt bin ich nicht allein, bin es ganz sicher auch nie gewesen.

Ich möchte DANKE sagen, 
DANKE all an jene, die immer bei mir waren, auch wenn es mir nicht immer bewusst war. 

Danke.


Hier habe ich noch etwas für euch, eine liebe Freundin hat mich an den Text erinnert:

Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
dass ich dich einschlafen sehe, würde ich dich besser zudecken 
und zu Gott beten, er möge deine Seele schützen.

Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
dass ich dich zur Türe rausgehen sehe,
würde ich dich umarmen und küssen
und dich für einen weiteren Kuss zurückrufen.

Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist, 
dass ich deine Stimme höre,
ich würde jede Geste und jedes Wort auf Video aufzeichnen,
damit ich sie Tag für Tag wiedersehen könnte.

Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
dass ich einen Moment innehalten kann,
um zu sagen "Ich liebe dich"
anstatt davon auszugehen, dass du weißt, dass ich dich liebe.

Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
dass ich da sein kann, um den Tag mit dir zu teilen,
weil ich sicher bin, dass es noch manchen Tag geben wird,
so dass ich diesen einen verstreichen lassen kann.

Es gibt sicherlich immer ein "Morgen",
um ein "Versehen/Irrtum" zu begehen.
Und wir erhalten immer eine 2. Chance,
um alles einfach in Ordnung zu bringen.

Es wird immer einen anderen Tag geben,
um zu sagen "ich liebe dich"
und es gibt sicher eine weitere Chance,
um zu sagen: "Kann ich etwas für dich tun?"
Aber nur für den Fall, dass ich falsch liegen sollte
und es bleibt nur der heutige Tag,
möchte ich dir sagen, wie sehr ich dich liebe
und ich hoffe, dass wir nie vergessen.

Das "Morgen" ist niemandem versprochen,
weder jung noch alt
und heute könnte die letzte Chance sein,
die du hast, um deine Lieben festzuhalten.

Also, wenn du auf Morgen wartest,
wieso tust du's nicht heute?
Falls das "Morgen" niemals kommt,
wirst du bestimmt bereuen,
dass du dir keine Zeit genommen hast
für ein Lächeln, eine Umarmung oder einen Kuss
und du zu beschäftigt warst, um jemanden etwas zuzugestehen,
was sich im Nachhinein als sein letzter Wunsch herausstellt.

Halte deine Lieben heute ganz fest
und flüstere ihnen ins Ohr,
sag' ihnen, wie sehr du sie liebst.
und dass du sie immer lieben wirst.

Nimm dir die Zeit zu sagen "Es tut mir leid"
"Bitte verzeih' mir", "Danke", oder "Ist in Ordnung"
und wenn es kein "Morgen" gibt,
musst du den heutigen Tag nicht bereuen.


Passt auf euch auf, habt's fein & liebe Grüße ... Frauke

Kommentare:

  1. Ein gesunde neues Jahr, liebe Frauke. Das was Du da gerade erzählt hast ist mir nicht unbekannt. Ich habe das alles selber auch schon mal erlebt. Nur mit dem Hintergrund das ich ehe schon eine chronische Krankheit im Hintergrund habe.
    Irgendwann kann der Körper nicht mehr und er zieht die Notbremse. Leider hören wir nur bedingt auf ihn und schlagen sofort in die vollen wieder wenn es uns besser geht. Das machen wir so lange bis es gar nicht mehr geht.
    Irgendwann habe ich begriffen das das so nicht mehr weiter geht und ich habe von Grund auf lernen müssen umzudenken, denn diese Änderung muss erst mal im Kopf beginnen.
    Ich habe die Notbremse gezogen. Ich habe keine Lust darauf das eines Tages auf meinem Grabstein steht: Sie hat gearbeitet bis zum Schluss.
    Also habe ich die Tür mit der Dauerarbeit hinter mir abgeschlossen und den Schlüssel weit weggeworfen. Will heißen keine Vorbereitungen mehr außerhalb der Arbeitszeit. Das passiert nur noch in der Dienstzeit.
    Ich habe mich auf die schönen Dinge des Lebens besonnen. Meine Familie, Freunde, Hobbys.
    Als 2011 mein Lieblingspapagei starb hatte ich auch keine Alarmglocke mehr in der Hinterhand die mir sagte das ich mal wieder etwas auf die Bremse treten soll. Doch seit drei Monaten wohnt Herr Fuchsberger jetzt hier und der merkt genau wann es mir mal wieder schlecht geht und drückt dann den Stopknopf für mich.
    Zeit ist immer noch ein Luxus für mich. Das liegt aber mehr daran das ich nicht in der Stadt arbeite in der ich wohne. Deshalb machte ich wenn ich Zeit habe nur noch die Dinge die mir Spaß machen.
    Beispiel: Die Wohnung muss geputzt werden. Ich habe keine Lust, will aber lieber lesen. Dann lese ich jetzt. Wenn es stört, das mal ein paar kleine Staubflussen am Boden liegen, der brauch ja nicht zu kommen. Mal ehrlich und wenn alle den ganzen Tag aus dem Haus sind kann es ja gar nicht wirklich dreckig werden. ;)
    Ich habe mir meine Freiheit zurück erkämpft und das musst Du auch. Das wird ein hartes Stück Arbeit mit vielen kleinen Rücksschlägen. Aber mein Ausspruch mit dem Grabstein halte ich mir dann immer wieder vor Augen und das bringt mich auf den Boden zurück.
    Ich wünsche Dir alles gute für dieses Jahr und mit Geduld und dem auf das innere ich hören wirst Du es schaffen.
    Sandra

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    1. Liebe Sandra,
      deine Worte haben mich mitten ins Herz getroffen - DANKE dafür.
      Ich möchte dir auch alles Gute für dieses neue Jahr wünschen und auch witerhin die Kraft und Stärke, auf dein Inneres zu hören. Ich werde sich oft an dich und deine Worte denken ...

      Frauke

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  2. Hey, toller Blog :)
    Lust auf gegenseitiges Folgen? :)
    LG http://fashiongizem.blogspot.de/

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Hab Dank für die Zeit, die du dir für mich nimmst, ich freue mich sehr darüber! Deinen Kommentar beantworte ich auf deinem Blog ... wir lesen uns später!

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